Autismus

Für die Schule am Kastanienplatz, staatlich anerkannte Tagesbildungsstätte, stehen zwei pädagogische Fachkräfte mit der Qualifikation zur Fachberatung Autismus zur Verfügung.

Zu den Aufgaben zählen:
- Beratung der Kolleginnen und Kollegen
- Unterstützung bei Förderplanung und Unterrichtskonzepten
- Elterngespräche- und Beratung
- Therapiematerialien, Dokumentationsmittel, Fachliteratur

Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Störungen aus dem autistischen Spektrum.

In der Hauptstufe I werden 5 Schüler und eine Schülerin mit der Diagnose „Frühkindlicher Autismus“ beschult.

Die Störungen sind gekennzeichnet durch:
- Beeinträchtigung der sozialen Interaktion
- Beeinträchtigung in der Kommunikation
- Eingeschränkte Interessen und Aktivitäten

Hinzu können sich zahlreiche Verhaltensauffälligkeiten in Form von Ängsten, Zwängen, Schlaf- und Essstörungen und Aggressionen entwickeln.
Die Vielzahl der Erscheinungsformen erfordert ein individuelles, auch mit den Therapeuten sorgfältig abgestimmtes Förderangebot.
In der Klasse arbeiten zwei pädagogische Fachkräfte, wobei eine spezialisierte Ausbildung sowohl als Fachberaterin für autismusspezifische Förderung, als auch für die Elternberatung absolviert hat.
Vorrangiges Zeil der Arbeit ist es, die Ausdrucksmöglichkeiten und Handlungsspielräume der Schülerinnen und Schüler mit autistischen Entwicklungsstörungen zu erweitern, zur größtmöglichen Selbstständigkeit und Lebenszufriedenheit beizutragen und damit die soziale Eingliederung zu erleichtern.

Inhalte der Arbeit sind:

  • Förderung der sozialen Kompetenzen
  • Förderung der kommunikativen Kompetenzen
  • Erweiterung der kognitiven Grundfunktionen auf der Basis der weiterführenden Lernprozesse und für das Verstehen sozialer Zusammenhänge
  • Bearbeitung der emotionalen Problematik
  • Bearbeitung der sekundären Verhaltensprobleme
  • Stärkung des Selbstwertes und des positiven Selbsterlebens


Methoden und Förderung
TEACCH-Konzept: (Abkürzung für das englische Wort: schulische Förderung und Behandlung von autistischen und in ähnlicher Weise kommunikationsgestörter Kinder)
mit dem Ziel:
- Orientierungshilfen zu geben,
- Vorhersehbarkeit zu schaffen
- Flexibilität zu erleichtern
- Selbstständigkeit zu ermöglichen

Affolter-Therapie
Hand- und Körperführung um den Schülern Spurinformationen über Handlung und Gegenstände möglichst vollständig zu vermitteln und erfahrbar zu machen.
Verhaltenstraining
Gebärdensprache
Psychomotorik/Bewegungsangebote wie Sport/Trampolinspringen/Wasserbewegung im Therapiebecken
kognitive Förderung nach dem KC

Besonderheiten:
Fachberatung und die alltägliche Arbeit im Unterricht liegen in einer Hand.
D.h. Förderkonzepte können im schulischen Rahmen aufgebaut, weiterentwickelt und in das häusliche Umfeld übertragen und transportiert werden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Marlies Fritscher oder Frau Ute Munstermann.